Canisius-Kolleg | Geistliche Ideenwerkstatt

 

 

 

„Christen in Berlin. Als Minderheit leben und glauben?“

Wir laden Sie ein, sich in der geistlichen Ideenwerkstatt zur Zukunft der Kirche in Berlin einzubringen!

Termin:  Montag, 9. Mai 2016, 19.30 Uhr

Ort:        Maria Regina Martyrum, Heckerdamm 230, 13627 Berlin

 

Seien Sie mit dabei, wenn Wolfgang Thierse MdB unter der Überschrift „Christen in Berlin. Als Minderheit leben und glauben?“ einen Impuls für das Gespräch gibt. Und diskutieren Sie mit zu den Fragen: „Was trauen wir Gott zu, wenn wir an die Kirche der Zukunft denken? Wohin brechen wir auf, was lassen wir zurück?“

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

Canisius-Kolleg | Geistliche Ideenwerkstatt

 

„Warum bist du Christ?“

Nikodemus-Gespräche beginnen in Plötzenseer Gedenkkirche

Wie sieht die Zukunft der Kirche im Erzbistum Berlin aus? Und wie muss sie sich verändern, um in einer immer säkulareren Umgebung zu bestehen? Antworten darauf sucht eine neue Gesprächsreihe, die der Diözesanrat der Katholiken, die Katholische Akademie und das Canisius-Kolleg im Rahmen des Pastoralen Prozesses „Wo Glauben Raum gewinnt“ veranstaltet. Unter dem Namen „Nikodemus-Gespräche“ sollen einmal im Monat Personen aus Kirche und Gesellschaft in der Gedenkkirche Maria Regina Martyrum in Berlin-Plötzensee Impulse geben. Den Auftakt machten Erzbischof Heiner Koch und der Diözesanratsvorsitzende Wolfgang Klose zur Frage: „Wie Anfangen?“

Dass es eine Zukunft gebe, davon war Wolfgang Klose überzeugt: „Wir denken über die Zukunft nach, also haben wir auch eine“, sagte er zu Beginn seines Impulses und ging dann darauf ein, was es bedeute, heute als Christ gesendet zu sein. Als Antwort zitierte er Papst Franziskus, der im Apostolischen Schreiben Evangelii Gaudium dazu auffordert, eine Kirche im Aufbruch mit offenen Türen zu sein. „Machen wir unsere Türen auf?“, fragte Klose. Oder halte man „am Bequemen, am Wohlfühlen“ fest, um dann in zehn Jahren zu merken, dass die Kirchen leer seien? Bei allen strukturellen Überlegungen stelle der Pastorale Prozess für ihn vor allem ein geistliches Geschehen dar. Christen seien aufgerufen danach zu fragen, was Gott mit ihnen vorhabe. Er wünsche sich, dass „wir Nikodemus-Gespräche auch in unseren Pfarrgemeinden und in unseren Familien führen“.

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Canisius-Kolleg | Flüchtlingsbeschulung

 

Eine Schule ist immer Teil der Zivilgesellschaft, ist nie „Privatschule“. Es entspricht unserem Selbstverständnis als christliche Schule, dass wir Kindern, die durch Krieg und Armut heimatlos geworden sind, durch gute Bildung eine Chance auf Zukunft und Integration geben. Wir waren auf der Suche nach unserem Beitrag jenseits der Aufnahme einzelner Schüler in unsere Regelklassen, als uns im Dezember 2014 der Notruf des Berliner Senats erreichte, Schüler in sogenannten „Willkommensklassen“ ein Jahr lang  auf den Besuch einer Regelschule vorzubereiten.

Ein Novum, denn bisher hatte das Selbstverständnis staatlicher Stellen vom „Bildungsmonopol“ verhindert, freie Träger von sich aus in soziale Aufgaben der Inklusion und der Integration offensiv einzubinden.

Unsere Bedingungen waren, dass wir nicht nur Räume geben, sondern auch die Neuen als unsere Schüler aufnehmen dürfen, um unter unserem Dach keine Schüler zweiter Klasse zu schaffen. Und Eltern müssen das Recht behalten, die Beschulung an einer christlichen Schule zu verneinen. Wir selbst wollen keine Schüler aussuchen. Wenn man Jesus Gleichnis vom armen Lazarus ernst nimmt, kann man sich nicht aussuchen, welche Not einem Gott vor die Türe legt.

Unsere an sich bunte Schülerschaft ist seither um Syrer, Iraker, Palästinenser, Nigerianer, Kubaner reicher geworden. Auch wir lernen, nicht nur warum Apfelsaft nicht halal ist, sondern auch, wer da zu uns gekommen ist mit seinen Begabungen. Manche waren daheim schon mit 13 oder 17 richtig bekannt. Bei uns lernen sie vor allem Deutsch. Wir bereiten sie aber auch auf U-Bahnfahren und Mathematik vor. Wer nie naturwissenschaftlichen Unterricht genossen hat, soll wenigstens erste naturwissenschaftliche Phänomene reflektieren lernen. Und wir schicken sie nicht um 13.00 Uhr nach Hause, wo sie oft zu sechst in einem Zimmer leben. Bei uns in der Nachmittagsbetreuung finden sie Ruhe, um selbst zu lernen, und deutschen Jugendlichen zu begegnen. Schüler geben in ihren Freistunden Deutsch-Einzelunterricht.

Manche besuchen schon einigen Unterricht in Regelklassen, versuchen dort mitzuhalten und lernen quasi in der „Sprachdusche“. Unsere Jugendarbeit bereitet mit dem JRS eine spezielle Ausbildung für Gruppenleiter interkultureller Jugendgruppen vor. Besonders schön finden wir, dass alle vierzehn Jugendlichen bisher gerne zur Schule gehen.

Viele von ihnen haben einen großen Lernhunger. Nicht alle werden wir in unsere Regelklassen integrieren können, vor allem die, die in der eigenen Sprache kaum alphabetisiert sind. Aber andere können bei uns viel lernen und werden einen Schulabschluss machen, wenn auch vielleicht nur selten das Abitur. Das ist unser Beitrag: Integration durch Bildung und Befähigung zu selbstbestimmter und verantwortungsvoller Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, für alle unsere Schüler. Wir als Schule werden auch lernen, neues Lernen, Erziehen im Team …

Willkommen!
Ihr setzt uns in Bewegung und leistet allein dadurch einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Schulen und unseres Bildungssystems!

 

 

Canisius-Kolleg | Vernetzte Denker von morgen

 

„Arbeit 4.0“ stellt neue Anforderungen an die heutigen und die zukünftigen Generationen: Wer durchdringt die digitalen Innovationen der Zukunft? Welche zukünftigen Fach- und Führungskräfte werden sie auf ihren Nutzen hin beurteilen und auswählen können? Das Konzept „Digital Leadership“, das gemeinsam vom Canisius-Kolleg (Berlin) und dem Zentrum für Ignatianische Pädagogik (ZIP) am HPH entwickelt wird, soll schon Schülerinnen und Schüler zu digitalen Denkern und Gestaltern befähigen.

Die Zeichen der Digitalisierung gehören zum Alltagsbild: Smartphones mit schneller mobiler Internetverbindung sind längst Standard und verändern die Kommunikationsgewohnheiten. Zuhause ist, wo wir WLAN haben.

Der Nutzen der Digitalisierung scheint sich bisher auf den Informationskonsum zu beschränken. Das ist laut einer Studie des Beratungs- und Analystenhauses Crisp Research in Kassel auch das Problem vieler Firmen: Ihnen fehlen die Vordenker und Gestalter der Digitalisierung, so genannte „Digital Leader“.

Wo Konzepte entstehen, kommen sie nicht in den Schulen an. Die Schulen sind bei der digitalen Kulturrevolution bisher konkret nicht mitgedacht. Dabei ist gerade hier ein Handeln dringend notwendig, denn digitale Kompetenz ist komplex. Bildungsprozesse, die diese Komplexität spiegeln, brauchen Raum und Vernetzung unter Fächern. Dazu kommt das enorme Tempo: Ständig fluten Innovationen den Markt. Meistens bleibt es den Schülern allein überlassen, sie zu entdecken. Das Begreifen, was digitale Information ausmacht, und die Bildung von Kritikfähigkeit im Bezug auf die sozialen und anthropologischen Folgen finden nicht statt. Die Chancen länderübergreifender Vernetzung in Lern- und Arbeitsprozesse werden nicht ansatzweise genutzt. Die Fertigkeiten dazu müssen möglichst früh, systematisch und fortwährend erworben werden. Die zukünftigen Verantwortungsträger müssen sich jetzt in den Schulen auf den Weg machen.

Das Canisius-Kolleg in Berlin stellte bereits 2014 im Rahmen einer Profil- und Perspektivwerkstatt des ZIP die Weichen für die digitale Zukunft. Im Zentrum stand die Profilschärfung des Canisius-Kollegs. Es wurde schnell deutlich, dass die Digitalisierung als eines der gesellschaftlichen Kernthemen ein Bereich war, indem wir Entwicklungspotenzial für das Canisius-Kolleg sahen – und darüber hinaus für alle Schulen, für das gesamte Bildungssystem.

Seitdem wurde das Konzept „Digital Leadership“ für Schulen schrittweise mit Experten ausgestaltet. Es beinhaltet auch Dokumentationsprozesse und Evaluation, so dass ein reibungsloser Transfer auf andere Schulen sichergestellt werden kann.

Im Sommer 2016 wird „Digital Leadership“ – so die Planung – direkt am Ort der Entstehung, am Canisius-Kolleg in Berlin, pilotieren. Für die Modellphase ab 2017 gibt es bereits Interessenten aus dem europäischen Ausland. Begleitet werden die Schulen und die zukünftigen Digitaldenker vom Zentrum für Ignatianische Pädagogik  am Heinrich Pesch Haus.

 

 
   
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