Sommer 2015

 

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage,

ein langes und ereignisreiches Schuljahr liegt hinter uns: Es hat mit einem Benefizkonzert zum zehnjährigen Bestehen unserer Stiftung in der Philharmonie begonnen. Am Delptag, im September, gedachten wir der Frauen und Männer des christlichen Widerstandes und all der Opfer politischer Gewalt. Welche Werte sind mir wichtig und welchen Prinzipien unterwerfe ich mein Handeln?

Welche Menschen brauchen heute unsere Solidarität als Christinnen und Christen? Das sind Fragen, die einer Bildung erst die humane Dimension geben. Denn Bildung besteht nicht nur aus Kompetenzerwerb, sondern auch in der Förderung von Kritikfähigkeit und Kreativität.

 

 

Unser Schuljahr endete mit dem Abschied von unseren Abiturienten und von all den Schülern, die das Kolleg aus anderen Gründen verlassen müssen. Sie alle haben in den vergangenen Jahren ihren menschlichen Ton eingebracht in unser Kolleg, sei es als Gruppenleiter/Innen in unserer Jugendarbeit, als engagierte Schulsprecher, als begnadete Musiker, mit ihren intellektuellen Fähigkeiten, ihrem Witz und was sie noch so mitgebracht haben. Wir haben sie mit der Abiturfeier und mit dem Gottesdienst am letzten Donnerstag verabschiedet.

Wir haben auch eine ganze Reihe verdienter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verabschiedet. Wir werden Euch, wir werden Sie alle vermissen!

Aber ab September kommen 120 neue Schülerinnen und Schüler mit ihren Talenten, ihrer Neugier und ihren Farben zu uns.

Wir freuen uns auf Euch! Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten wir begrüßen. Sie machen uns neugierig auf den Ton, den sie einbringen werden.

Und last but not least werden uns im September erstmalig sechs afrikanische Lehrerinnen und Lehrer aus Simbabwe sowie der dortige Delegat für ignatianische Pädagogik besuchen. Wir freuen uns auf diesen Besuch, der unser Netzwerk der Partnerschaften und Freundschaften um eine weitere Himmelsrichtung bereichert.

  

   

     © [Thaut Images] – Fotolia.com

 

Liebe Leserinnen und Leser,

berichten können wir immer von den High-lights. Aber die entscheidende Bildungsarbeit geschieht im Alltag, zwischen den jungen Menschen und ihren Lehrern, da wo die einen Fragen stellen und die anderen versuchen Neugier zu wecken, Talente zu entdecken und Kompetenzen zu fördern. Dazu gehören auch all die Auseinandersetzungen, ohne die Wachstum nicht geschehen kann. Wir danken für all das Vertrauen, das uns in unserer Arbeit trägt.

Wir wünschen Ihnen jetzt allen einen erholsamen Sommer, wünschen gesunde Rückkehr vor allem auch den hunderten unserer Jugendlichen, die in den Ferien auf Sommerlagern unseres Jugendverbandes unterwegs sind. Und wir freuen uns auf die Herausforderungen, auf den Alltag und die Sternstunden in einem neuen Schuljahr.

Mit herzlichen Grüßen
P. Tobias Zimmermann SJ, Rektor Canisius-Kolleg

 

 

Jubiläum 50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel

 

Am 12. Mai 2015 folgten die Teilnehmer des Israel-Projekts der Einladung des Präsidenten Israels Rivlin und des Bundespräsidenten Gauck zu einem Festakt in der Philharmonie.

 

 

     

Auf Einladung von Außenminister Frank-Walter Steinmeier beteilgten sich Schülerinnen und Schüler des Israel-Projekts an verschiedenen Veranstaltungen des Auswärtigen Amtes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© CJ Foto Anna Fischer

 

 

Projekt 'Armut in der Stadt' und Firmung

 

Das Schuljahresende kündigt sich ereignisreich an: Da können wir mit dem Sommerfest zur Feier unseres 90-jähirgen Jubiläums einladen. Wir freuen uns über engagierte Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen des Projektes „Armut in der Stadt“ sich für die Menschen in den Sammelunterkünften der Flüchtlinge einsetzen (siehe nachfolgenden Beitrag). Ein kleiner Beitrag zivilen Engagements, solange wir darauf warten, die Willkommensklasse einrichten zu dürfen, zu deren Einrichtung uns die Behörden vor Weihnachten dringende aufgefordert hatten.

Und wir schauen dankbar auf die Firmung zurück, die am Samstag, dem 9. Mai 2015, 25 Schülerinnen und Schüler unseres Kollegs von Weihbischof Dr. Matthias Heinrich in der Gedenkkirche Maria Regina Martyrum empfangen haben. Die Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren haben sich in einem "Grundkurs des Glaubens", den die ISG angeboten hat, seit Herbst auf ihre Firmung vorbereitet und bewusst für ein Leben als katholische Christen entschieden.

Der Bischof legte den Jugendlichen die Hände auf, auf dass sie aus dem Vertrauen auf Gott leben und „geistreich“ die Welt gestalten.

Ihr

P. Tobias Zimmermann SJ, Rektor

 

 

 

SPENDEN für das Flüchtlingsnotaufnahmelager

 

Projekt Armut in der Stadt

An erster Stelle sei Ihnen allen herzlichen Dank für die vielen Spenden gesagt! Damit konnten wir, Schüler der 9b, Flüchtlinge in der Notunterkunft in der Kruppstr. 16, sehr erfreuen.
Es fehlte vor allem an Hygieneartikeln und Kinderkleidung, von denen wir große Tüten mit dabei hatten.

Die Mitarbeiter vor Ort waren sehr freundlich, haben uns herumgeführt und uns vieles erklärt.
Um Sie als Spender an unseren Erfahrungen teilhaben zu lassen, möchten wir Sie etwas über die Notunterkunft informieren!
Das Flüchtlingslager gehört zu einer der ersten Notunterkünfte in Berlin. Es besteht aus zwei großen Traglufthallen, die auf einem alten Fußballfeld stehen. In der einen Halle schlafen die Männer, die andere ist für Frauen und Kinder bestimmt. Die Geschlechtertrennung ist nötig, da z. T. wegen Platzmangel auch Fremde zusammen untergebracht werden müssen. Die Halle der Frauen und Kinder dient zudem auch noch als Essen- und Gemeinschaftsraum. In beiden Hallen gibt es Krankenräume und Badezimmer. Alle Räume sind durch dünne Wände voneinander getrennt, die oben offen sind. Die engen Zimmer sind jeweils mit drei Doppelstockbetten, Schränken und einem kleinen Tisch ausgestattet. Doch die Ehrenamtlichen geben sich viel Mühe, um alles gemütlicher zu gestalten. Sie bieten Programm für Kinder und Erwachsene an. Es kommen Künstler und Musiker zu den Flüchtlingen, um ihnen etwas Unterhaltung zu bieten. Bis zu 650 Ehrenamtliche arbeiten zu unterschiedlichen Dienstzeiten bei der Notunterkunft, diese werden nur von 7 bis 8 Hauptamtlichen geleitet, was, wenn man bedenkt, dass es dort ca. 120 Zimmer gibt, ziemlich wenig ist. Positiv überrascht hat uns die Tatsache, dass es unter den die Notunterkunft umliegenden Bewohnern große Solidaritätsbekundungen gibt. Anders als es oft in der Presse gargestellt wird, haben viele „Nachbarn“ von Beginn an ihre Hilfe angeboten. Die Traglufthalle wird mindestens noch ein weiteres Jahr, bis April 2016 bestehen bleiben.

Mit herzlichen Grüßen und Dank im Namen der engagierten Schüler aus der neunten Klasse.

 

 

 
   
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