Griechisch

 

„Χαῖρε - Herzlich willkommen!“

Jedes Jahr stehen die Quartaner unserer Schule vor der Wahl zwischen Französisch bzw. Französisch / Naturwissenschaften und Alt-Griechisch. Für viele von ihnen ist von vornherein klar, dass sie Französisch wählen, weil sie in Griechisch nur eine tote Sprache sehen, mit der sie nichts anfangen können. Trotzdem wählt jedoch jedes Jahr gut ein Viertel der Schüler am CK diese ’tote Sprache’. - Warum eigentlich?

Das Argument, dass man für Alt-Griechisch eine neue Schrift lernen muss, spricht nicht wirklich gegen Griechisch, denn die griechische Schrift ist in kaum 14 Tagen gelernt.

Wählt man Griechisch, entscheidet man sich für eine durchaus lebendige Sprache. Denn obwohl sie zeitlich längst vergangen ist, lebt die Kultur des alten Griechenland weiterhin fort. Viele Wörter des Griechischen zum Beispiel leben noch heute in den modernen europäischen Sprachen fort, man denke nur an Begriffe wie ’Demokratie’ oder ’Gymnasium’.

Die griechische Grammatik ist zwar komplex, aber letztendlich doch kompakt, denn die einzelnen Phänomene bauen immer aufeinander auf. Griechisch ist eine formvollendete Sprache.

Ein angenehmer Nebeneffekt dabei ist, dass man auch die lateinische Grammatik besser verstehen lernt.

Im Griechischunterricht übersetzt man nicht nur, man setzt sich auch intensiv mit dem Inhalt der Texte und der Zeit auseinander, in der sie verfasst worden sind. So lernt man die Grundlagen kennen, auf denen das heutige Europa aufbaut. Gleich, ob man sich mit den homerischen Epen, mit der Philosophie Platons, mit einer Tragödie des Sophokles oder mit den Anfängen der Geschichtsschreibung beschäftigt,  man beginnt zu verstehen, warum Europa so ist, wie es ist.

Ein handfestes Argument für die Wahl dieser ’alten’ Sprache sind nicht zuletzt die gemeinsamen Reisen: Man fährt entweder nach Griechenland, wo man die legendären antiken Stätten wie die Akropolis von Athen, die Orakelstätte in Delphi, die mykenischen Burgen auf der Peloponnes und die Sportanlagen des antiken Olympia besichtigt, oder man nimmt an einer Begegnungs- und Studienreise nach Istanbul teil, mit anschließender Fahrt an der Westküste Kleinasiens entlang. Hier lernt man die Türkei jenseits von Döner kennen und hat viel Zeit, die Megametropole (auch ohne Lehrer) zu erkunden. Bei der anschließenden Reise gen Süden besucht man viele antike Städte - einzigartige Zeugen der Vergangenheit. Auf diese Weise erhält man die einmalige Gelegenheit zu tiefen Einblicken in das Leben der alten Griechen.

Die Wahl für Alt-Griechisch bedeutet eine Entscheidung dafür, Vergangenheit, Gegenwart und  Zukunft besser zu verstehen!

(Informationen des Deutschen Altphilologenverbandes zum Fach Altgriechisch für Schüler/innen und Eltern: http://www.altesprachen.de/heureka)

   
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