Sozialpraktikum
Ein wesentliches Profilelement vieler kirchlicher Schulen ist ein mehrwöchiges Sozialpraktikum. Am Canisius-Kollegs stellen sich die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse seit über zwanzig Jahren für vier Wochen dieser Erfahrung, einmal auf andere Weise zu lernen und bislang Unbekanntes zu entdecken. Der Focus liegt dabei darauf "sich in Unbekanntem" neu zu entdecken, wenn Schüler mit sozialen Wirklichkeiten in Kontakt kommen, die sie bisher persönlich nicht wahrgenommen haben.
Aus der Erstinformation ist ersichtlich, welche Ziele wir mit dem Praktikum verfolgen, welchen Charakter es hat und wie die praktische Organisation abläuft (vgl. die online abrufbaren Dokumente unten!).
Grundlegend ist, dass es sich um ein Praktikum zur persönlichen Reifung und nicht zur beruflichen Orientierung handelt.
Die Schülerinnen und Schüler werden im regulären Unterricht der Fächer Deutsch, Geschichte/Erdkunde und Religion auf unterschiedliche Weise vorbereitet. So soll ihr Interesse geweckt, ihre Sicherheit gestärkt und ihre Wahrnehmung geschärft werden. Die Einladung zu einem Gottesdienst unmittelbar vor Beginn soll Anstoß geben, auch die Frage nach Gott mit in das Praktikum und seine Eindrücke zu nehmen.
Am Ende dienen ein Dokumentation, eine persönliche Reflexion und eine ausführliche, gemeinsame Auswertung dazu, dass aus neuen, teils schwierigen, teils schönen Erlebnissen dann Erfahrungen werden, die Mut machen, in einem umfassenden Sinn "Menschen für andere" zu werden, wie es ein Leitwort ignatianischer Pädagogik umschreibt.