Seel-Sorge führt Schülerinnen und Schüler in die elementaren Handlungen des geistlichen Lebens ein. Die Fähigkeit, Gottesdienst mit innerer Beteiligung und geistlichem Verstehen zu feiern, wird dabei angezielt und nicht einfach nur vorausgesetzt. Solche „propädeutische Seelsorge“ muss nicht unbedingt voneinem Priester geleistet werden, sondern kann auch in den Händen einer religionspädagogisch ausgebildeten Lehrkraft liegen.
Zu ihren Aufgaben gehört: - Einübung von gemeinsamem Schweigen in Gruppen und von gemeinsamer Aufmerksamkeit. - Einübung von gemeinsamem Singen, auswendigem Singen, Refrain-Singen. - Einübung von Riten. - Einübungen von Körperhaltungen für das Gebet. - Einübung in Grundformen der Meditation
Außerdem benötigt der Schulseelsorger, bzw. die Schulseelsorgerin einen Raum, in dem seelsorgliche Gespräche möglich sind. Damit sind verbunden: - eine tägliche Sprechstunde mit Präsenz im Sprechzimmer; - Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel der Ermutigung zu einer Kultur des Einzelgespräches und der Offenheit in der geschützten Atmosphäre des Seelsorgegeheimnisses (welches für den Seelsorger ausdrücklich garantiert und geschützt ist).
Das Projekt „Schulseelsorge“ ist als eine halbe Lehrerstelle konzipiert. Die jährlichen Kosten betragen rund 32.000 EUR. Um dieses Projekt vollständig und dauerhaft zu unterstützen benötigt die Stiftung ein Vermögen inHöhe von 800.000 EUR.
Prävention
Am Canisius-Kolleg wird zwischen Beratungslehrern und Präventionslehrern unterschieden. Die Beratungslehrerin ist für die Krisenintervention bei einzelnen Schülerinnen und Schülern zuständig und operiert im Vertrauensraum des geschützten Schweigens. Die Präventionslehrer agieren, wie der Name sagt, auf der Ebene der Prävention und haben somit auch eine schulöffentliche Aufgabe.
In diesem Sinne haben Lehrerinnen und Lehrer des Canisius-Kollegs ein umfassendes Konzept für die Präventionsarbeit vorgelegt, das inzwischen bundesweit bekannt geworden ist durch die Veröffentlichung in der Zeitschrift „engagement“ (Zeitschrift der Deutschen Bischofskonferenz für das katholische Schulwesen).
Es enthält folgende Kernelemente, die zugleich das Aufgabenfeld eines Präventionslehrers bzw. einer Präventionslehrerin am Kolleg umschreiben:- Suchtprävention (Nikotin, Alkohol, illegale Suchtmittel, Essverhalten etc.) und Gesundheitsförderung - Zusammenarbeit mit Schulleitung und Schulgremien in Hinblick auf Hausordnung, Regeln bei Festen und Feierlichkeiten etc.
- Informationsveranstaltungen für Eltern und für das Kollegium
- Pädagogische Arbeit mit Schülern im Sinne der Förderung von Ich-Stärke, Mitarbeit bei den schulischen Veranstaltungen, die in besonderer Weise Selbstverantwortung einüben(OASEN,Sozialpraktikum etc.)
- Gesunde Ernährung an der Schule, Zusammenarbeit mit der Cafeteria
- Aus- und Fortbildungsangebote für Lehrer und Schüler für den Bereich Mediation und Konfliktlotsen bereit stellen.
Die jährlichen Kosten für das Projekt Prävention betragen rund 16.000 EUR. Um das Projekt vollständig und dauerhaft zu unterstützen, benötigt die Stiftung ein Vermögen in Höhe von 400.000 EUR.